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Würdest Du bitte…?

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von NewsShit! (9. Februar 2010, 23:46)

Heute Morgen stieg eine Mutter mit ihrem ca. sechsjährigen Sohn in den Bus ein. Sie setzte sich aber der kleine turnte im Gang herum. Mehrfach versuchte sie, ihn dazu zu bringen, sich hinzusetzen aber das hat den Balg nicht interessiert:

Setzt Du Dich bitte hin?

fragte sie – in der deutschen Sprache werden Fragen so formuliert und das sah der Kleine wohl genauso. Er beantworte diese Frage allerdings nicht wörtlich sondern mit weiterem Herumturnen. Bis zu meinem Aussteigen versuchte sie’s noch ein paar Mal ohne Erfolg:

Setzt Du Dich jetzt bitte hin?


Ich habe selbst keine Kinder aber ich weiß, dass es nicht einfach ist, welche zu erziehen. Es gibt einige Grundregeln, die man beherrschen sollte, damit das Kind nicht so ein Nervbalg wird. Die werden nämlich nicht so geboren sondern zu dem (v)erzogen.


Wichtigste Regel sollte sein: Erziehung fängt bereits bei der Geburt an. Wer dem Säugling nicht sofort beibringt, wer der Chef ist, wird sein blaues Wunder erleben. Die Kleinen sind schlauer als man denkt und wissen ganz genau, wie sie die Eltern ausnutzen können.

Wenn man bemerkt, dass der Balg einen verarascht, ist es schon zu spät – ein Kind, was z.B. seit vier Jahren alles machen durfte, gewöhnt sich das Verhalten nicht einfach wieder ab: Wie erklärt man einem Kind, dass etwas falsch ist, was bisher richtig war?


Auch den ganzen antiautoritären Quatsch kann man in die Tonne kloppen: Wenn man erst mit dem Kind diskutiert und dann möglicherweise auch noch “verliert”, dann ist man den Status als Respektsperson ganz schnell los. Was die Eltern sagen, ist Gesetz!

Ich habe es beim Bund erlebt: Ein Kamerad (unter uns: ein absoluter Vollpfosten) hat jeden Scheiß kommentiert. Sogar Befehle des Kompaniechefs wollte er mit ihm ausdiskutieren. Der Mann ist ein sehr ruhiger Mensch aber einmal ist er explodiert:

Haben Sie während der Grundausbildung gefehlt? Aufträge oder Befehle von Vorgesetzten werden ausgeführt! Wenn Sie diskutieren wollen, gehen Sie in einen Buchkreis aber nicht zu mir! Haben wir uns verstanden?


Ein Kind muss so früh wie möglich merken, dass der über ihm Stehende (und das ist bis zum 18. Geburtstag im Prinzip jeder) sagt, wo’s langgeht. Wenn man immer daran denkt, wird man auch nie den folgenden – für verzogene Kinder typischen – Satz hören:

Ich bin jetzt 18 und ich entscheide für mich selbst!


Gut erzogene Kinder haben kein Autoritätsproblem: Sie fallen nicht in der Schule auf, indem sie Lehrer anpöbeln und sie werden nicht beim Bund durch Vorgesetzte ermahnt, was “da steht jemand über Dir” bedeutet. Und “Fick’ Dich!” gegen die Mutter gibt’s dann auch nicht.

NewsShit! stellt einige Themen überspitzt satirisch dar. Bitte erst nachdenken und dann kommentieren!

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3 Kommentare zu “Würdest Du bitte…?”

  1. Name: Spammi | Twitter: | Datum: 10. Februar 2010 | Zeit: 09:01

    Wie Recht Du hast :X

  2. Name: Konzertheld | Twitter: | Datum: 24. Februar 2010 | Zeit: 02:35

    Erziehung ist nicht die Bundeswehr. Wenn Eltern mit den Kindern diskutieren, z.B. über den Konzertbesuch an Ort und Tag X, kann das für beide Seiten positiv sein: Das Kind versteht, warum etwas so ist und warum manches verboten wird – und die Eltern hören auf ihre Macht zu missbrauchen und sinnlosen Scheiß zu befehlen, weil es ihnen grad das Leben leicht macht. Kinder erziehen ist nicht immer spaßig. Vorgesetzter beim Bund sein vielleicht schon. Wenn die Kinder mit den Eltern (oder umgekehrt) diskutieren statt dass beide Seiten nur ihre Meinung vertreten, gibt’s kein Konzert am Mittwoch, wenn Donnerstag Mathe geschrieben wird, aber am Wochenende; und wenn die Tochter dann ein anderes Mal zu “ich bin eben deine Mutter und das ist jetzt so” meint, das sei kein Argument, und sich beleidigt verzieht, dann hat die Tochter Recht!

    NewsShit! Einem Kind etwas zu verbieten, weil man seine Ruhe haben will, ist wirklich Quatsch. Hauptsächlich war der Artikel auch nicht auf die “nachträgliche Erziehung” 16-jähriger Plagegeister sondern eher auf Kleinkinder gemünzt. Denn in dem Alter prägt man das spätere Wesen. Einem 2-Jährigen kann man z.B. auch noch Respekt und Gehorsam beibringen…

  3. Name: Konzertheld | Twitter: | Datum: 24. Februar 2010 | Zeit: 02:36

    Entschuldige bitte den Doppelpost, aber noch zwei Anmerkungen:
    - “Würdest du bitte?” ist ne Frage und definitiv ne doofe Idee das Kind zu etwas bewegen zu wollen :D
    - Das artikelspezifische Kommentarfeed tut’s nicht, stattdessen bekomme ich das blogweite Kommentarfeed…

    NewsShit! So viele Kommentare kommen hier auch nicht an, dass es für jeden Artikel einen eigenen Kommentarfeed braucht. *grins* Durch Anhängen von /feed an die Artikel-URL bekommst Du aber, was Du möchtest. Ich überlege solange mal, wie ich sowas noch implementiere…

    Edit: Haha, durch die Feedburner-Implementierung leitet der artikelspezifische Kommentarfeed zum blogweiten K-Feed um. Wirst es aber überleben – bei 3 Kommentaren pro Jahr. :-)

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